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Mingalabar Myanmar

15. Juli bis 3. September 2017
"Mingalabar" ist in Myanmar (Burma) der traditionelle Gruß für "Hallo, guten Tag, sei gegrüßt". Er steht auch für: "möge Segen über Dich kommen und dich glücklich machen!". Das Sammlerehepaar Brigga und Reinhard Peglau präsentieren erstmals ausgewählte Werke von rund 30 zeitgenössischen burmesischen Künstlern.

Ausstellungseröffnung:
15. Juli 2017 15 Uhr

Öffnungszeiten:
Freitag und Samstag: 13 bis 20 Uhr
Sonntag: 11 bis 19 Uhr

Die Ausstellung „Mingalabar Myanmar“ in der Kulturmühle Perwenitz ist die umfangreichste Kunstausstellung burmesischer Künstler, die je außerhalb von Myanmar (Burma) in Deutschland organisiert worden ist. Brigga und Reinhard Peglau aus Berlin sind seit 2003 alljährlich nach Myanmar gefahren und haben – neben privaten Hilfsaktivitäten in Waisenhäusern und Dörfern - Künstler in politisch schwierigen Zeiten dadurch unterstützt, dass sie ihnen ihre Gemälde abgekauft haben. Die in dieser Ausstellung gezeigten Bilder sind nicht unter kunstkritischen Gesichtspunkten erworben, sondern aus Sympathie zu den Künstlern und ihren Familien ausgewählt worden. Über die Jahre ist so eine wunderbare Kunstsammlung gewachsen, bei der hinter jedem Bild eine einzigartige Geschichte steht. Die ausgestellten Werke sind nicht repräsentativ für die Kunstszene in Myanmar. Sie eröffnen allerdings den Blick auf einen Aspekt in diesem Land, das in Vergangenheit und Gegenwart zumeist nur unter politischen Gesichtspunkten wahrgenommen wird oder vielen Menschen gar nicht bekannt ist. Die jahrzehntelange Abgeschlossenheit des Landes von der Außenwelt hatte eine Kunstszene zur Folge, die nicht durch Kunstrichtungen der 60iger, 70iger und 80iger Jahre des Auslands beeinflusst wurde. Vergleichbar den Lebensformen auf den Galapagos-Inseln existieren Kunststile in Myanmar, die in der Außenwelt schon längst in Vergessenheit geraten sind. Die Ausstellung in der Kulturmühle Perwenitz eröffnet erstmals einen Blick in die Kunstwelt eines Landes, das zwar ständig steigende Touristenzahlen zu verzeichnen hat, deren Besucher allerdings bei ihren dortigen Aufenthalten sehr selten auch Kunstgalerien betreten. Die Ausstellung in der Kulturmühle Perwenitz soll deutlich machen, dass ein Verständnis des Alltags der Menschen Myanmars auch ein Verständnis ihrer Kunst bedeutet.